Osteoporose

Der oftmals unbemerkte Knochenschwund und seine lebensbeeinträchtigenden Konsequenzen

Knochen stellen das Grundgerüst unseres Körpers dar. Mit zunehmendem Alter oder länger bestehenden Erkrankungen, reduziert der Knochen seine Fähigkeit, sich fortlaufend zu regenerieren, er wird poröser und weniger elastisch. Über lange Zeit bleibt dieser Knochenschwund unbemerkt, da er sich nur langsam entwickelt und vorerst keine Schmerzen verursacht. Daher werden maximal 20 % aller Österreicher mit Osteoporose rechtzeitig behandelt, das heißt: 80 % erhalten keine zeitgerechte, adäquate Therapie. Typischer Weise treten Knochenbrüche vor allem am Oberschenkelhals und in Wirbelkörpern auf, was in der Regel zu heftigen Schmerzen bis hin zu notwendigen Operationen sowie einer Reihe von Begleiterkrankungen führt, die letztendlich sogar bis zum Tod führen können.

Vor allem eine vorbeugende Lebensweise, regelmäßige Bewegung und eine ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D stellen den Grundstock der Behandlung der Osteoporose dar. Nach einer diagnostischen Abklärung mittels Knochendichtemessung und Bestimmung der Knochenstoffwechselaktivität im Blut, wird ein persönliches Risikoprofil erstellt. Je nach Ergebnis gibt es unterschiedlichste Behandlungsmöglichkeiten, die den Knochenabbau deutlich einbremsen oder sogar erneut Knochen aufbauen können.


Dr. Harald Leiss

Facharzt für Innere Medizin & Rheumatologie
Schmerztherapie